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Präses Schneider plädiert für finanzielle Grundsicherung für KInder



Eine Überprüfung der Sozialstaatsstrukturen fordert der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider. Trotz mancher politischer Bemühungen gehe in Deutschland die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, sagte er am Montag (09.01.2012) in Bad Neuenahr in seinem Bericht vor der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).
Viele Menschen verdienten trotz Vollzeitstelle so wenig, dass sie die Armutsschwelle nicht überschreiten könnten, kritisierte der Präses. Notwendig seien politische Regelungen, die Menschen vor Ausbeutung im Niedriglohnsektor schützten. Besorgt zeigte sich der Präses
über die zunehmende Armut von Kindern; sie grenze junge Menschen dauerhaft aus. Zur Armut in der Kindheit und einer lebenslangen Arbeit im Niedriglohnsektor geselle sich Armut im Alter, da die Rente nicht existenzsichernd sei. Der Ratsvorsitzende plädierte für eine finanzielle Grundsicherung der Kinder. Zudem müsse mit Hilfe von Kindertagesstätten und -krippen Bildungsgerechtigkeit geschaffen werden. „Eine Gesellschaft, die Kinder aus benachteiligten und bildungsfernen Familien in den ersten Lebensjahren vernachlässigt, ist nicht nur herzlos, sondern auch ohne Verstand“, betonte Schneider. Weiter beklagte der Präses, dass die Finanzkrise immer dramatischere Züge angenommen habe. In dem verzweifelten Bemühen der Politik, den größten Schaden zu verhüten, sei einiges grundsätzlich aus dem Ruder gelaufen. Eine Fortsetzung der Schuldenpolitik der letzten Jahrzehnte sei nicht mehr möglich; die Kosten der Krise dürften nicht den nachfolgenden Generationen aufgebürdet werden. Aus Gründen der Gerechtigkeit müssten Stärkere größere Lasten tragen. „Reichtum gibt es genug - in Deutschland, in Europa und weltweit“, so der Präses.
Lesen Sie den vollständigen Bericht des Präses zur Landessynode der EKiR unter http://www.ekir.de/www/ueber-uns/praesesbericht-14941.php


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