Außerdem fehlen klare Ausführungsbestimmungen: Wird bei einem Kind, das Musikunterricht erhält, auch das Instrument finanziert, in Sportvereinen nur der Beitrag oder auch die Sportkleidung? nennt Eberl, der die Abteilung Bildung im Landeskirchenamt leitet, einige der noch offenen Fragen.
Oberkirchenrat Eberl befürchtet, dass ohne eine erhebliche Verlängerung der Antragsfristen und stärkere Investitionen in die Infrastruktur der Bildungsarbeit die Unterstützung nicht bei den Kindern armer Familien ankommt. Die Orientierung am individuellen Anspruch erfordert hohen Verwaltungsaufwand. Geld, das am Ende den Kindern fehlt. Angesichts der bedrückenden Tatsache, dass mehr als ein Viertel aller Kinder in Deutschland in Armut leben, wäre das eine verpasste Chance, stellt der Fachmann fest.
Quelle: Pressemitteilung Nr. 45/2011, Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 20.04.2011