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„Hilfen zur Erziehung in der Offenen Ganztagsschule“ - Diakonie-Projekt will Angebote in Ganztagsschulen verbessern


„Hilfen zur Erziehung in der Offenen Ganztagsschule“ – so heißt ein neues Projekt der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Zwei Jahre beträgt die Laufzeit des Projekts. Die Stiftung Deutsche Jugendmarke und das NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport unterstützen das Vorhaben. Das Institut für soziale Arbeit (Münster) übernimmt die wissenschaftliche Begleitforschung. Ziel ist es, „schwierige“ Kinder im Offenen Ganztag besser zu fördern. Dazu werden die Diakoniekompetenzen von Erziehungshilfe und Ganztag zusammengebracht.


Der Offene Ganztag hat sich bewährt. Etwa 205.000 Plätze gibt es an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen. Die evangelisch-diakonischen Träger beteiligen sich stark und gehören landesweit zu den drei größten Anbietern von Ganztagsangeboten an Schulen. Der Offene Ganztag bietet ein ganzheitliches Bildungs-, Erziehungs-, Betreuungs- und Förderangebot. Die Schule wird so zum Lern- und Lebensort. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird durch verlässliche Betreuungszeiten gestärkt. Überdies ermöglicht die Offene Ganztagsschule eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Was aber soll mit den Kindern passieren, die den „Rahmen sprengen“? Maria Loheide, Leiterin des Geschäftsbereichs für Familie, Bildung und Erziehung bei der Diakonie RWL, schätzt ihren Anteil auf etwa zehn Prozent. „Störer“ dürfen nicht stigmatisiert, ausgesondert und abgeschoben werden. Sie brauchen individuelle Ansprache und Hilfe und oftmals auch ihre Eltern. Hierzu liegt in der diakonischen Jugendhilfe ein reichhaltiger Erfahrungsschatz vor. Diese Kompetenzen können und sollen nun in den Offenen Ganztag eingebracht werden.

 

Etwa 30 Projektbeteiligte trafen sich jetzt zu einem ersten Austausch in Münster. Projektkoordinator Tim Rietzke, bei der Diakonie RWL Referent für Jugendsozialarbeit, Jugendhilfe und Ganztagsschulen, kümmert sich verantwortlich darum, dass die Projektbeteiligten in einem gemeinsamen Prozess die Angebote im Offenen Ganztag verbessern und weiterentwickeln. Die Auftaktveranstaltung am Standort Münster der Diakonie RWL diente der Vorstellung der einzelnen Projektphasen und einem ersten gemeinsamen Kennenlernen der am Projekt beteiligten Personen.

Zehn Modellstandorte aus allen Regionen Nordrhein-Westfalens sind beteiligt – von der Diakonie in Düsseldorf über den Evangelischen Kirchenkreis an der Ruhr in Mülheim bis zur Fürstin-Pauline-Stiftung in Detmold oder der Evangelischen Jugendhilfe Schweicheln mit ihrem Angebot in Gütersloh. Zwei Jahre beträgt die Laufzeit des Projekts, das einen finanziellen Umfang von fast 250.000 Euro hat. Erste Ergebnisse sind für Ende 2012 zu erwarten. Das Institut für soziale Arbeit wird eine intensive Praxisbegleitforschung vornehmen. 2013 wird ein Handbuch erscheinen, damit die Ergebnisse und Erkenntnisse des Projekts auch von anderen Einrichtungen genutzt werden können. Und so die Hilfen, die hier erprobt werden, im ganz normalen Schulalltag ankommen.

Kontakt bei der Diakonie RWL: Tim Rietzke, Referent für Jugendsozialarbeit, Jugendhilfe und Ganztagsschulen in der Diakonie RWL. Telefon: 0251 2709-253,t.rietzke@diakonie-rwl.de

Quelle: Newsletter Diakonie RWL, April 2011



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Fachtagung - Aktive Vaterschaft

10.02.2012, Essen
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS)

 


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